Randstad Arbeitsbarometer Q1/2015

Man lernt ein Leben lang.


Nahezu alle Arbeitnehmenden der Schweiz sind der Meinung, dass lebenslanges Lernen ganz unabhängig vom Alter von hoher Wichtigkeit ist. Dies hat die aktuelle Arbeitnehmerbefragung im Rahmen des Randstad Arbeitsbarometers Q1/2015 ergeben.

Mehr als 90 % der befragten Arbeitnehmenden messen dem lebenslangen Lernen eine hohe Bedeutung zu. Es ergeben sich dabei keine Unterschiede bei den Befragten zwischen 18 und 25 Jahren sowie bei Arbeitnehmern über 55 Jahren. Dasselbe Resultat ergibt sich auch im Ländervergleich der weltweit durchgeführten Studie.

Durch Weiterbildung attraktiv bleiben
Weiter haben drei Viertel der Schweizer Arbeitnehmenden angegeben, sich alle fünf Jahre weiterzubilden. Damit sollen die Fähigkeiten und Kompetenzen ausgebaut werden, um die eigene Arbeitsmarktfähigkeit zu erhöhen und um als attraktive Arbeitskraft wahrgenommen zu werden. Ferner können sich Ar-beitnehmende mittels Fortbildungen auch Vorteile gegenüber anderen Stellen-suchenden verschaffen und sich somit auf dem Arbeitsmarkt profilieren. Zudem ist es auch aufgrund der rasanten Entwicklung der Technologie beinahe undenkbar, sich nicht regelmässig weiterzubilden. “Im heutigen War for talents wird es für Unternehmen zunehmend schwieriger, qualifizierte Fachkräfte zu finden”, meint Christiane Di Filippo, HR Director, von Randstad (Schweiz) AG. “Arbeitsuchende mit einer höheren Fachausbildung können sich zunehmend das Beste unter vielen Stellenangeboten aussuchen, während Unternehmen um die besten Talente kämpfen müssen”. Die Schweiz liegt dabei wenig unter dem globalen Durchschnitt. Weltweit geben 82 % der Umfrageteilnehmer an, sich alle fünf Jahre weiterzubilden. Weitere drei Viertel der globalen Umfrageteilnehmer meinen für die eigene Arbeitsmarktfähigkeit seien nicht die Arbeitgeber, sondern die Arbeitnehmer selbst verantwortlich. In der Schweiz zeigt sich dabei ein ähnliches Bild. Hierzulande sind 67 % der Arbeitnehmenden der Ansicht, es sei ihre eigene Verantwortung sich als attraktiver Arbeitnehmer zu positionieren.  

Förderung der Zusammenarbeit zwischen der jüngeren und der älteren Generation
Weiter hat die Studie ergeben, dass weniger als die Hälfte der Schweizer Arbeitgeber eine Strategie haben, um sich bei über 55-jährigen als attraktive Arbeitgeber zu positionieren. “Hier sehe ich noch Potenzial, denn eine Diversität von Mitarbeitern unterschiedlichen Alters kann das Arbeitsklima positiv be-einflussen. Junge Mitarbeiter können von älteren Kollegen lernen und umge-kehrt”, sagt Christiane Di Filippo. Interessanterweise geben jedoch knapp 90 % der Schweizer Arbeitnehmer unter 25 Jahren an, sie glauben über 55-jährige hätten aufgrund ihres Alters Schwierigkeiten sich noch neue Fähigkeiten anzueignen. Dagegen sind es lediglich 42 % der über 55-jährigen, die meinen, sie hätten Probleme Neues zu lernen. Dementsprechend unterscheiden sich das Selbstbild und das Fremdbild der über 55-jährigen Schweizer Arbeitnehmenden deutlich. Eine höhere Übereinstimmung könnte durch die Förderung der Zusammenarbeit der unterschiedlichen Generationen erreicht werden.

Keine markante Veränderung des Randstad Mobility Indexes
Der Randstad Mobility Index gibt an, wie viele Arbeitnehmer davon ausgehen, innerhalb der nächsten sechs Monate eine neue, vergleichbare Stelle anzu-nehmen. Global steht der Index unverändert bei 109 Punkten. In der Schweiz ist der Wert auf 99 gesunken (-2).

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