randstad arbeitsbarometer q3/2014.

Die Zusammenarbeit von Mensch zu Mensch wird immer wichtiger – gerade auch in einer zunehmend digitalen Arbeitswelt

Die Zusammenarbeit im Team nimmt an Bedeutung zu. Das zeigen die Resultate der neuesten Arbeitnehmerbefragung von Randstad (Q3/2014). So geben weltweit 87 % der Befragten an, dass die Bedeutung der Teamarbeit mit
steigender Technologisierung zunimmt. Knapp 2/3 (61 %) der Arbeitnehmenden investiert heute mehr Zeit in die Zusammenarbeit mit ihren Kollegen als noch vor fünf Jahren. 

Rund zwei Drittel aller Befragten (65 %) sind der Ansicht, dass Menschen von Haus aus Teamplayer sind. Allerdings ist für die Mehrzahl (51 %) auch klar, dass die Zusammenarbeit im Team nur dann einen Mehrwert bringt, wenn dafür die entsprechenden Anreize bestehen und zum Beispiel die Beurteilung nicht auf der individuellen Arbeitsleistung jedes einzelnen Mitarbeiters basiert. 

Unternehmen fördern Teamarbeit

In der Mehrzahl der Unternehmen wird die gute Zusammenarbeit im Team anerkannt und auch belohnt – weltweit sind 62 % der Arbeitnehmer dieser Ansicht, in der Schweiz sind es sogar 65 %. Eine deutliche Mehrheit der Schweizer Arbeitnehmer (73 %) gibt zudem an, dass die Arbeitsprozesse und -abläufe in ihrem Unternehmen eine gute Zusammenarbeit fördern. Trotzdem sind noch 67 % der Meinung, dass ihr Arbeitgeber mehr Zeit aufbringen sollte, um die Teamarbeit zu verbessern.

Soll die Zusammenarbeit erfolgreich sein, sind nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Mitarbeitenden gefordert. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede beim Alter und beim Geschlecht. Während nur 75 % der jüngeren Männer (18 - 24 Jahre) der Ansicht sind, dass Sozialkompetenz für eine erfolgreiche Teamarbeit zwingend ist, sind es 88 % der 18- bis 24-jährigen Frauen. Bei den älteren Arbeitnehmern (45 - 54 Jahre) sind es 95 % der Männer, die angeben, dass Sozialkompetenz wichtig für die Zusammenarbeit ist. In dieser Altersgruppe teilen nur 89 % der Frauen diese Meinung. 

Gemischte Teams effizienter als homogene

Interdisziplinäre Teams arbeiten besser als Gruppen, die aus Mitgliedern mit allzu ähnlichen Erfahrungen und Kompetenzen bestehen. Dieser Meinung sind 73 % der Befragten. «Ich sehe für den Schweizer Arbeitsmarkt grosses Potenzial.» sagt Richard Jager, CEO von Randstad Schweiz. «Gerade der Anteil an älteren, erfahrenen Arbeitnehmern und vor allem an berufstätigen Frauen ist in der Schweiz sehr niedrig, und ich würde hier gerne eine Veränderung sehen. Um dieses brachliegende Potenzial nutzen zu können, braucht es allerdings verbesserte Rahmenbedingungen. So beispielsweise Tagesstrukturen für Kinder, damit Mütter nicht für mehrere Jahre aus dem Berufsleben «verbannt» werden und dann nur schwer den Wiedereinstieg schaffen.»
 
Mobilitäts-Index in der Schweiz gesunken

Der Mobilitäts-Index ist international im 3. Quartal 2014 im Vergleich zum Vorquartal um 1 Prozentpunkt auf 110 gestiegen. Der Index gibt an, wie viele Arbeitnehmer davon ausgehen, dass sie innerhalb der nächsten sechs Monate eine neue, vergleichbare Stelle annehmen werden. In der Schweiz liegt der Mobilitätsindex aktuell bei 99 Punkten (- 4).
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