randstad arbeitsbarometer q4/2014.

Über die Hälfte der Schweizer Arbeitnehmer erwartet eine Lohnerhöhung
 
Die Aussicht auf eine fortgesetzte positive Entwicklung der Wirtschaft in den kommenden Jahren lässt 52 % der Schweizer Arbeitnehmenden mit einer Salärherhöhung rechnen. Allerdings ist dieses prognostizierte, leichte Wachstum in der Schweiz direkt abhängig von den weltweiten politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
 
Gemäss dem aktuellen Randstad Arbeitsbarometer erwarten 58 % der Schweizer ein steigendes Wirtschaftswachstum im nächsten Jahr. Damit liegen sie genau im weltweiten Schnitt und sind deutlich optimistischer (+ 9 %) als vor einem Jahr und als die Arbeitnehmenden in unseren Nachbarländern
(Österreich: 49 %, Deutschland: 48 %, Italien: 37 % und Frankreich: 31 %).
 
Diese positive Stimmung wird von den aktuellen Konjunkturprognosen des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO gestützt: 2,1 % Wachstum für 2015 und 2,4 % im Jahr 2016.
 
Es erstaunt darum nicht, dass über 50 % der Schweizer Arbeitnehmer nebst einer Lohnerhöhung für das nächste Jahr auch einen Bonus oder eine andere finanzielle Belohnung per Ende dieses Jahres erwarten.
 
Beschäftigung ist das Wichtigste
 
Trotz positiver Grundstimmung bleiben die Risiken für eine positive Wirt-schaftsentwicklung auch in der Schweiz erheblich. Die globalen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten könnten die Entwicklung hierzulande bremsen. Zentrales Thema ist und bleibt daher auch in den kommenden Jahren die Beschäftigung. Lebens-Jobs gibt es nicht mehr. «Entsprechend wichtig ist es für Arbeitnehmer, sich mittels Weiterbildung permanent «attraktiv» zu halten», sagt Christiane Di Filippo, HR Director bei Randstad (Schweiz) AG. «Talentförderung wird zunehmend wichtiger und kann schon bald zum zentralen Faktor werden, der über Arbeit oder Arbeitslosigkeit entscheidet».  
 
Generation Z in den Startlöchern
 
Nach den Generationen X und Y ist nun die Generation Z, das heisst junge Leute mit Jahrgang 2000 und jünger, am Start ins Berufsleben. Für Unternehmen geht es in nächster Zeit darum, sich auf eine neue Altersgruppe von Arbeitnehmenden vorzubereiten. Auf die Frage, ob ihr Unternehmen gut auf die Bedürfnisse dieser Generation Z vorbereitet sei, geben 54 % der Schweizer Arbeitnehmer an, dass dem so sei. Vor allem ältere Arbeitnehmer (45 - 64 Jahre) sind zudem der Ansicht, dass sie von der jungen Generation in ver-schiedenen Bereichen lernen könnten: zum Beispiel in Bezug auf eine ausge-wogene Work-Life-Balance (41 %) oder was die Nutzung neuer Technologien betrifft (60 %).
 
Gemäss dem aktuellen Randstad Arbeitsbarometer wird es für Unternehmen wichtig sein, das kreative Potenzial der kommenden Generation zu nutzen. Über zwei Drittel (68 %) der Schweizer Arbeitnehmer sind der Meinung, Unternehmen bräuchten die Generation Z, um wirklich innovativ zu sein – und zu bleiben. Interessant ist, dass 67 % der Arbeitnehmer im Alter von 18 - 24 Jahren der Ansicht sind, für einen Arbeitgeber tätig zu sein, der das Coaching jüngerer Arbeitnehmer durch erfahrenere aktiv unterstütze und fördere. Dieser Wert liegt bei den älteren Mitarbeitern (55 - 64 J.) bei «nur noch» 55 %.
 
Den Grund dafür sieht Christiane Di Filippo in der eigenen Wahrnehmung der Mitarbeitenden. «Ältere Mitarbeiter schätzen ihren Wert für ein Unternehmen oft zu defensiv ein. Sie sind sich kaum bewusst, wie wichtig eine gute Durch-mischung der Generationen für eine Firma ist.»
 
Mobilitäts-Index praktisch unverändert
 
Der Mobilitäts-Index ist international im 4. Quartal 2014 im Vergleich zum Vorquartal leicht – um 1 Prozentpunkt auf 109 – gesunken. Der Index gibt an, wie viele Arbeitnehmer davon ausgehen, dass sie innerhalb der nächsten sechs Monate eine neue, vergleichbare Stelle annehmen werden. In der Schweiz liegt der Mobilitätsindex aktuell bei 101 Punkten (+ 2).
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