arbeitnehmende sehen digitalisierung als chance.

Medienmitteilung Randstad Arbeitsbarometer Q4/2015: Schweizer Arbeitnehmende sehen Digitalisierung als Chance

Die grosse Mehrheit der Arbeitnehmenden in der Schweiz fühlt sich der fortschreitenden Digitalisierung gewachsen. Sie beurteilt zudem Berufe im digitalen Bereich als attraktiv. Dies zeigen die Resultate der aktuellen Ausgabe des Randstad Arbeitbarometers.

Über 75 % der Umfrageteilnehmer geben an, dass sie sich der zunehmenden Digitalisierung am Arbeitsplatz gewachsen sehen. Dabei überrascht es nicht, dass dieser Wert bei der Altersgruppe 18 - 24 Jahre mit 84 % am höchsten ist. Der Grund dafür ist klar: Diese Altersgruppe wurde ins digitale Zeitalter hineingeboren, als so genannte Digital Natives. Sie wuchsen mit Internet, Mobile und Apps auf und können daher ihre Online-Fähigkeiten sehr einfach in den Arbeitsalltag übernehmen. Mit diesen Zahlen liegt die Schweiz im globalen Durchschnitt.

Demgegenüber befürchten nur 21 % der Befragten, dass ihr Job im nächsten Jahr automatisiert beziehungsweise durch einen Computer ersetzt wird. Während sich in Europa ein ähnliches Bild wie in der Schweiz zeigt, fällt auf, dass vor allem in einigen asiatischen Ländern wie Indien, Malaysia oder China jeder Zweite diese Entwicklung befürchtet.

Stellen im digitalen Gebiet sind beliebt

Jobs im digitalen Bereich sind gefragter denn je. So würden 51 % der Schweizer Arbeitnehmenden eine Karriere in der digitalen Branche anstreben, wenn sie nochmals 18 Jahre alt wären. Dabei fällt auf, dass dieser Wunsch zunimmt, je älter die Befragten sind.

Weltweit würden sogar 84 % einen Beruf im digitalen Bereich wählen, wenn sie nochmals am Anfang ihrer Karriere stünden. Einen möglichen Grund für diesen hohen Wert sieht Nathalie Zihlmann, HR Director Randstad (Schweiz) AG, im höheren Ansehen sowie in den besseren Karriere- und Verdienstmöglichkeiten, die «digitale» im Vergleich zu «normalen» Berufen in weniger industrialisierten Ländern haben. “Zusätzlich ist es jedoch auch eine Generationenfrage. Waren vor 20 Jahren noch andere Berufsbilder gefragt, ist es heute die digitalen Branche.”

Die globale Umfrage zeigt, dass 67 % aller befragten Arbeitnehmenden der Ansicht sind, ihre Arbeitgeber müssten mehr in die Entwicklung der digitalen Fähigkeiten ihrer Angestellten investieren. In der Schweiz liegt dieser Wert bei lediglich 49 %. Das kann daran liegen, dass sich die Schweiz bereits auf einem hohen Niveau im digitalen Bereich bewegt.

«Workplace flexibility» wird immer wichtiger

Nebst der fortschreitenden Digitalisierung beschäftigt auch der «War for Talent» die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt weiterhin. Über die Hälfte der befragten Arbeitnehmenden hat angegeben, dass ihr Arbeitgeber Schwierigkeiten hat, die richtigen Talente zu finden. Aus der Umfrage geht hervor, dass zukünftig keine Besserung dieser Situation zu erwarten ist. «Arbeitgeber müssen sich heutzutage eine starke Arbeitgebermarke aufbauen», sagt Nathalie Zihlmann. «Es genügt heute nicht mehr, einen gerechten Lohn und interne Weiterbildung anzubieten. Die Angestellten von heute legen beispielsweise viel mehr Wert auf Workplace Flexbility, also auf die Freiheit in der Wahl des Arbeitortes oder sie möchten ihre Arbeitszeit flexibel auf ihre Bedürfnisse gestalten.. Viele Arbeitnehmende möchten die Möglichkeit haben, von zu Hause aus zu arbeiten, ein fester Arbeitsplatz im Büro ist ihnen weniger wichtig.»

Randstad Mobility Index

Der Randstad Mobility Index gibt an, wie viele Arbeitnehmende davon ausgehen, innerhalb der nächsten sechs Monate eine neue, vergleichbare Stelle anzunehmen. In der Schweiz ist der Index im vierten Quartal 2015 von 99 auf 102 Punkte (+3) gestiegen.

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