Der Gesundheitssektor durchläuft aktuell einen tiefgreifenden Wandel. Gesundheitseinrichtungen kämpfen weiterhin mit Personalengpässen, einer steigenden Nachfrage der Patientinnen und Patienten sowie dem wachsenden Druck, die Versorgungsqualität hochzuhalten. Gleichzeitig stellen Fachkräfte im Gesundheitswesen völlig neue Erwartungen an ihre Arbeitgeber.
inhaltsverzeichnis
- die Fachkräfte-Landschaft im Gesundheitswesen 2026
- die neue Bedürfnishierarchie
- psychische Gesundheit ist nicht verhandelbar
- die 95/51-Vertrauenslücke schliessen
- praktische nächste Schritte
- häufig gestellte Fragen
Jahrelang stand das Gehalt im Zentrum der Diskussionen rund um die Rekrutierung. Auch wenn die Vergütung wichtig bleibt, achten Fachkräfte im Gesundheitswesen bei der Wahl ihres Arbeitgebers heute verstärkt auf andere Faktoren – wie Wohlbefinden, Flexibilität, Karrierechancen und die Unternehmenskultur.
verstehen Sie, was Talente im Gesundheitswesen als Nächstes wollen
laden Sie den 2026 healthcare talent pulse herunterGemäss der Randstads Employer Brand Research 2026 ist die Work-Life-Balance für Talente im Gesundheitswesen das wichtigste Kriterium bei der Wahl eines idealen Arbeitgebers – noch vor Gehalt, attraktiven Benefits, Arbeitsplatzsicherheit und Arbeitsatmosphäre. Für Unternehmen, die in der Personalvermittlung im Gesundheitswesen tätig sind, ist es entscheidend, diese veränderten Erwartungen zu verstehen. Fachkräfte im Gesundheitswesen suchen nach Arbeitgebern, die ihren langfristigen Erfolg aktiv unterstützen.
die Healthcare Landscape 2026
Gemäss der American Hospital Association wird die Gesundheitsbranche in diesem Jahrzehnt Voraussichtlich 24 % aller neuen Arbeitsplätze in den USA schaffen. Gleichzeitig ist sie mit einem prognostizierten Pflegemangel, hoher Fluktuation und einem wachsenden Pflegebedarf konfrontiert. Entsprechend gross ist der Druck, Talente zu gewinnen und langfristig zu binden, um die hohe Qualität der Patientenversorgung sicherzustellen.
HR-Verantwortliche und Recruiting-Teams im Gesundheitswesen treffen heute jedoch auf Kandidat*innen, die ganz andere Fragen stellen als noch vor wenigen Jahren. Gespräche, in denen es früher primär um das Gehalt ging, drehen sich heute um Flexibilität, Angebote zur Gesundheitsförderung, berufliche Entwicklungsmöglichkeiten und langfristige Perspektiven.
Die Randstad Employer Brand Studie 2026 zeigt, dass Talente im Gesundheitswesen potenzielle Arbeitgeber zunehmend nach vielfältigen Kriterien beurteilen. Work-Life-Balance, Gehalt und Benefits, Arbeitsplatzsicherheit, Arbeitsatmosphäre sowie Karriereentwicklung gehören zu den wichtigsten Faktoren bei der Arbeitgeberwahl. Für Personalvermittlungsagenturen im Gesundheitswesen und Arbeitgeber bietet dies die Chance, ihre Strategien zur Mitarbeitergewinnung und -bindung neu auszurichten – weg vom reinen Fokus auf die Vergütung, hin zu einer ganzheitlichen Employee Experience.
Während KI im Gesundheitswesen oft als potenzieller Ersatz für menschliche Arbeitskraft gesehen wird, betonen Führungskräfte der Branche, dass Technologie die Art der Arbeit lediglich verändert, anstatt Fachkräfte überflüssig zu machen. Administrative Prozesse, die Terminplanung und Dokumentationsaufgaben werden zunehmend automatisiert. Dadurch gewinnen Fachkräfte im Gesundheitswesen wertvolle Zeit für patientennahe Aufgaben, bei denen Kommunikation, Empathie und klinisches Urteilsvermögen weiterhin unersetzlich sind.
die neue Bedürfnishierarchie
Die Randstad Employer Brand Studie 2026 zeigt, dass die Work-Life-Balance für Fachkräfte im Gesundheitswesen zu einem entscheidenden Faktor bei der Wahl des Arbeitgebers geworden ist.
Gemäss unserer Studie betrachten 63 % der Talente im Gesundheitswesen die Work-Life-Balance als zentrales Merkmal eines idealen Arbeitgebers. Gehalt und Benefits folgen mit 60 % dicht dahinter, gefolgt von Arbeitsplatzsicherheit (57 %), einer angenehmen Arbeitsatmosphäre (56 %) sowie Karriereentwicklung und Chancengleichheit (51 %).
Diese Ergebnisse spiegeln den anspruchsvollen Arbeitsalltag im Gesundheitswesen wider. Lange Schichten, Personalengpässe und die Notwendigkeit einer Rund-um-die-Uhr-Betreuung machen Erholung und einen gesunden Ausgleich unverzichtbar. Unsere Studie zeigt zudem: Auch wenn die Work-Life-Balance das wichtigste Bedürfnis ist, geben Gehalt und Benefits oft den Ausschlag, wenn Fachkräfte zwischen verschiedenen Jobangeboten abwägen. Für Pflegedienstleitungen und HR-Verantwortliche bedeutet dies, dass sie sich nicht mehr zwischen guter Bezahlung und dem Wohlbefinden ihrer Teams entscheiden müssen – Talente im Gesundheitswesen erwarten schlichtweg beides.
Die Work-Life-Balance für Fachkräfte im Gesundheitswesen wird massgeblich von praktischen Faktoren im Arbeitsalltag geprägt. Ein positives Arbeitsklima, ausreichend Freizeit, Flexibilität und ein gut bewältigbares Arbeitspensum tragen entscheidend dazu bei, wie Mitarbeitende die Balance erleben. Fehlen diese Elemente, wird es deutlich schwieriger, Talente langfristig an das Unternehmen zu binden.
psychische Gesundheit ist nicht verhandelbar
Burnout bleibt eine der grössten Herausforderungen für die Belegschaft im Gesundheitswesen. Die Patientenversorgung ist äusserst anspruchsvoll, weshalb die Erwartung wächst, dass Arbeitgeber eine aktive Rolle beim Schutz des Wohlbefindens ihrer Mitarbeitenden und bei der Unterstützung der psychischen Gesundheit spielen.
die Studie der Randstad’s Employer Brand Studie 2026 von Randstad zeigt, dass Fachkräfte im Gesundheitswesen eine gesunde Work-Life-Balance mit einem positiven Arbeitsumfeld, ausreichend Erholungszeit, flexiblen Arbeitsmodellen und gezielter Unterstützung für ihr Wohlbefinden gleichsetzen. Für Pflegedienstleitungen sind diese Faktoren eng mit dem betrieblichen Erfolg verknüpft. Burnout führt zu Fehlzeiten, hoher Fluktuation und Instabilität in den Teams. Diese Herausforderungen gefährden die Kontinuität der Patientenversorgung und erhöhen den Druck auf die verbleibenden Mitarbeitenden massiv.
Die Studie unterstreicht zudem die wachsende Bedeutung von attraktiven Benefits für Mitarbeitende im Gesundheitswesen. Grosszügige Urlaubs- und Freizeitleistungen sind bei den Fachkräften besonders beliebt. flexible Arbeits- und Lifestyle-Angebote, Programme zur Gesundheitsförderung sowie eine solide Altersvorsorge und finanzielle Absicherung folgen dicht dahinter. dies zeigt deutlich, dass Fachkräfte im Gesundheitswesen heute weit mehr erwarten als nur ein klassisches Gehaltspaket. Benefits für Mitarbeitende im Gesundheitswesen spielen eine immer wichtigere Rolle, wenn es darum geht, Stress abzubauen, die Erholung zu fördern und die Mitarbeiterbindung nachhaltig zu stärken.
verstehen Sie, was Fachkräfte im Gesundheitswesen als Nächstes wollen
laden sie den 2026 Healthcare Pulse herunterdie Zuversichtslücke von 95/51 schliessen
Der Workmonitor 2026 offenbart eine erhebliche Zuversichtslücke zwischen Arbeitgebern und Talenten. Während 95 % der Arbeitgeber davon ausgehen, dass ihr Unternehmen im kommenden Jahr wachsen wird, teilen nur 51 % der Talente diesen Optimismus. Im Gesundheitswesen lässt sich diese Diskrepanz oft auf Personalmangel, hohen Arbeitsdruck und Unsicherheiten bei der Karriereentwicklung zurückführen.
Für HR-Verantwortliche wird eine transparente Kommunikation damit zu einer zentralen Personalstrategie. nehmen wir das Beispiel Arbeitsplatzsicherheit: Fachkräfte im Gesundheitswesen definieren Sicherheit heute nicht mehr nur über einen unbefristeten Vertrag. Eine zuverlässige Bezahlung, offene Kommunikation, Wertschätzung und faire Arbeitsbedingungen tragen massgeblich zu einem starken Sicherheitsgefühl bei.
Auch Generationenunterschiede spielen eine wichtige Rolle. Unsere Studie zeigt, dass 40 % der Gen-Z-Fachkräfte im Gesundheitswesen Weiterbildung, Entwicklung und langfristige Beschäftigungsfähigkeit direkt mit Arbeitsplatzsicherheit verknüpfen – bei den Babyboomern sind es nur 12 %. Dies weckt völlig neue Erwartungen. Fachkräfte im Gesundheitswesen wollen nicht nur wissen, wohin sich ihre Organisation entwickelt, sondern auch, wie sie selbst in diesem Prozess wachsen können.
praktische nächste Schritte
Gesundheitseinrichtungen, die sich ausschliesslich auf die reine Stellenbesetzung konzentrieren, können zwar kurzfristige Engpässe überbrücken. Der Aufbau einer stabilen und loyalen Belegschaft erfordert jedoch einen deutlich ganzheitlichen Ansatz.
Organisationen sollten kritisch prüfen, ob ihre Mitarbeiter-Benefits noch den aktuellen Erwartungen der Belegschaft im Gesundheitswesen entsprechen. Ausreichend Erholungszeit, flexible Arbeitsmodelle, Angebote zur Gesundheitsförderung und gezielte Weiterbildungsmöglichkeiten werden zu immer wichtigeren Bausteinen einer starken Employer Value Proposition.
Die Zukunft des Gesundheitswesens baut auf das erfolgreiche Zusammenspiel von Mensch und Technologie. Für Pflegedienstleitungen und HR-Verantwortliche liefert die Employer Brand Research 2026 von Randstad wertvolle Erkenntnisse darüber, was Fachkräfte im Gesundheitswesen wirklich schätzen – und wie Unternehmen ihre Strategien zur Mitarbeitergewinnung und -bindung gezielt optimieren können.
häufig gestellte Fragen
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Ist das Gehalt immer noch der primäre Motivator für Pflegefachkräfte?
Obwohl das Gehalt weiterhin eine wichtige Rolle spielt, zeigen die Daten von 2026, dass die Work-Life-Balance mittlerweile oberste Priorität hat und die Vergütung teilweise sogar übertrifft. Die Employer Brand Research 2026 von Randstad belegt, dass 63 % der Fachkräfte im Gesundheitswesen die Work-Life-Balance als zentrales Merkmal eines idealen Arbeitgebers sehen. Im Vergleich dazu priorisieren 60 % Gehalt und Benefits. Dies unterstreicht den wachsenden Wunsch nach einem gut bewältigbaren Arbeitspensum, ausreichend Erholungszeit und mehr Flexibilität.
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Wie wirkt sich KI auf Einstiegspositionen in der Pflege aus?
Ich übernehme zunehmend administrative Aufgaben, wodurch sich neue Talente wieder stärker auf die eigentliche Patientenversorgung konzentrieren können. Da die Automatisierung Prozesse wie Dokumentation, Terminplanung und Workflow-Management erleichtert, gewinnen Berufseinsteigende im Gesundheitswesen wertvolle Zeit. Diese können sie nutzen, um ihre klinischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln, die Kommunikation mit den Patientinnen und Patienten zu vertiefen und sich Aufgaben zu widmen, bei denen menschliches Urteilsvermögen schlichtweg unersetzlich bleibt.
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Warum gibt es eine Vertrauenslücke zwischen Management und Mitarbeiter*innen an vorderster Front?
Obwohl der Workmonitor 2026 eine deutliche Vertrauenslücke zwischen Arbeitgebern und Talenten aufzeigt, deutet die REBR 2026 darauf hin, dass auch unerfüllte Erwartungen eine grosse Rolle spielen. Fachkräfte im Gesundheitswesen legen grossen Wert auf eine gute Work-Life-Balance und eine faire Vergütung. Doch genau in diesen beiden Bereichen weisen viele Arbeitgeber aktuell die grössten Defizite auf.
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Welche zusätzlichen Benefits schätzen Talente am meisten?
Flexible Arbeitszeiten, gezielte Unterstützung der psychischen Gesundheit und kontinuierliche Weiterbildungsmöglichkeiten gehören zu den Zusatzleistungen, die Fachkräfte im Gesundheitswesen heute am meisten schätzen. Die Randstad employer brand research 2026 zeigt zudem, dass grosszügige Urlaubs- und Freizeitleistungen ganz oben auf der Wunschliste stehen. Dies verdeutlicht, wie wichtig Wohlbefinden, Erholung und berufliche Entwicklung bei der Wahl des passenden Arbeitgebers geworden sind.
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Kann eine bessere Employer Brand den Talentmangel wirklich lösen?
Ja, Gesundheitseinrichtungen, die sich durch eine starke Kultur des Wohlbefindens und der psychologischen Sicherheit auszeichnen, verzeichnen in der Regel eine höhere Mitarbeiterbindung und mehr erfolgreiche Einstellungen. Obwohl ein starkes Employer Branding den generellen Personalmangel nicht im Alleingang beheben kann, sind Organisationen, die Work-Life-Balance, Karriereentwicklung und die Gesundheit ihrer Teams aktiv fördern, in einem stark umkämpften Arbeitsmarkt klar im Vorteil, wenn es darum geht, die besten Talente zu gewinnen und langfristig zu halten.
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