randstad employer brand research 2026: wachsende Erwartungslücke und steigende Bindungsrisiken
ZÜRICH, SCHWEIZ – 19. Mai 2026 – Das neu veröffentlichte Whitepaper „Randstad Employer Brand Research Switzerland 2026“ zeigt, dass Schweizer Arbeitnehmer zwar nicht grundsätzlich ändern, was sie wertschätzen, aber weitaus anspruchsvoller in Bezug darauf werden, wie diese Erwartungen erfüllt werden. Die umfassende Studie beleuchtet eine wachsende Kluft zwischen Erwartungen und Realität, die den Druck auf die Mitarbeiterbindung auf dem Schweizer Arbeitsmarkt erhöht.
Die Ergebnisse für 2026 definieren sich durch fünf wesentliche Erkenntnisse über die moderne Schweizer Belegschaft:
Gehalt und Zusatzleistungen steuern finale Entscheidungen:
Während Work-Life-Balance und eine angenehme Arbeitsatmosphäre insgesamt die wichtigsten Treiber für die Arbeitgeberwahl bleiben, verschieben sich die Prioritäten, wenn Kompromisse erforderlich sind. Work-Life-Balance wird stark ausschlaggebend, aber Gehalt und Zusatzleistungen erweisen sich letztendlich als stärkster Hebel bei der finalen Entscheidungsfindung. Arbeitgeber müssen sowohl Erlebnis als auch Belohnung bieten, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die Erwartungslücke wächst:
Schweizer Arbeitgeber erfüllen oder übertreffen derzeit die Erwartungen in Bereichen der langfristigen Stabilität, wie Arbeitsplatzsicherheit und Chancengleichheit. Sie bleiben jedoch in genau den Bereichen hinter den Erwartungen zurück, die Talenten am wichtigsten sind: Vergütung, Work-Life-Balance und die alltägliche Arbeitserlebnis. Wenn Erwartungen in diesen Kernbereichen nicht erfüllt werden, bleiben Mitarbeiter möglicherweise in ihren Rollen, werden aber unengagiert, was eine Belegschaft schafft, die stabil erscheint, aber zunehmend offen für neue Möglichkeiten ist.
Hohes Bindungsrisiko auf dem gesamten Markt:
Die Mitarbeitermobilität in der Schweiz steigt, wobei etwa jeder vierte Arbeitnehmer plant, den Job zu wechseln. Die Hauptauslöser für diese potenzielle Fluktuation spiegeln die Erwartungslücke stark wider: Niedrige Vergütung ist der stärkste Auslöser, dicht gefolgt vom Wunsch nach besserer Work-Life-Balance sowie schlechter Führung oder negativen Arbeitsumgebungen.
Das Ende von "One-Size-Fits-All":
Die Definition eines idealen Arbeitgebers entwickelt sich im Laufe der Zeit weiter, was die Notwendigkeit massgeschneiderter Arbeitgeberstrategien unterstreicht. Jüngere Talente legen relativ mehr Wert auf berufliche Weiterentwicklung und persönliches Wachstum, während ältere Generationen stärkeren Wert auf Gehalt, Arbeitsplatzsicherheit und Stabilität legen. Darüber hinaus legen Frauen durchweg mehr Wert auf Work-Life-Balance, Arbeitsatmosphäre und Chancengleichheit als Männer.
Digitale Entdeckung erfordert menschliche Bestätigung:
Die moderne Jobsuche in der Schweiz ist eine fragmentierte und Multi-Channel-Landschaft, in der Jobbörsen, LinkedIn, persönliche Netzwerke und Suchplattformen stark genutzt werden. Obwohl die Jobentdeckung oft online beginnt, werden persönlicher Kontakt und sinnvolle menschliche Interaktionen später im Prozess wichtiger und spielen eine Schlüsselrolle bei der finalen Entscheidungsfindung.
Die Top 10 der attraktivsten Arbeitgeber der Schweiz
Neben der Untersuchung der sich wandelnden Treiber von Talenten misst die Forschung 2026 auch die Arbeitgeberattraktivität, um zu identifizieren, welche Organisationen derzeit den stärksten Ruf bei den Schweizer Arbeitnehmern geniessen. Google sicherte sich das vierte Jahr in Folge den ersten Platz als attraktivster Arbeitgeber der Schweiz.
Die breitere Landschaft zeigt jedoch deutliche Verschiebungen im Vergleich zu den Top 10 des letzten Jahres. Während etablierte Marken wie SBB CFF FFS, die Schweizer Paraplegiker-Gruppe, Rolex und Swatch starke Positionen innerhalb der Top 10 behaupteten, verzeichneten einige Neueinsteiger dramatische Aufstiege. Vor allem die Pilatus Flugzeugwerke und die Straumann Group sprangen direkt auf die Plätze zwei und drei. Im Gegensatz dazu fielen mehrere der Top 10 des letzten Jahres – darunter die Centralschweizerische Kraftwerke (CKW), das Schweizerische Rote Kreuz und das HFR Kantonsspital Freiburg – aus der obersten Riege heraus. Andere, wie Swiss International Air Lines und Banque Lombard Odier & Cie, rückten knapp ausserhalb der Top 10 auf die Plätze 11 und 12. Diese Volatilität unterstreicht die hart umkämpfte Natur des Employer Brandings und die Wichtigkeit der Anpassung an sich ändernde Talenterwartungen.
Die kompletten Top 10 für 2026 lauten wie folgt:
- Pilatus Flugzeugwerke
- Straumann Group
- SBB CFF FFS
- Rolex
- Schweizer Paraplegiker-Gruppe (Swiss Paraplegic Group)
- Swatch
- Hirslanden
- ABB
- Procter & Gamble
Letztendlich betont die Forschung 2026, dass Schweizer Talente keine Perfektion erwarten, wohl aber Konsistenz bei Balance, Belohnung und alltäglicher Erfahrungen. Organisationen, die in Zukunft erfolgreich sein wollen, sind solche, die über isolierte Initiativen hinausgehen und eine kohärente, menschenzentrierte Employer Value Proposition aufbauen.
Wie der Bericht abschliesst: "Die Zukunft gehört den Arbeitgebern, die ihre Versprechen einlösen und nicht nur kommunizieren".
Die vollständigen Details der Studie können hier heruntergeladen werden: https://www.randstad.ch/randstad-employer-brand-research/
Über die Randstad Employer Brand Studie:
34 märkte befragt, die mehr als 75 % der weltwirtschaft abdecken.
Stichprobe (Sample):
- Im Alter von 18 Jahren bis zum Rentenalter.
- Repräsentativ hinsichtlich des Geschlechts.
- Überrepräsentation der Altersgruppe 25–44 Jahre.
- Bestehend aus Studierenden sowie erwerbstätigen und arbeitslosen Fachkräften.
Feldarbeit:
- Online-Interviews
- Januar 2026
- Interviewdauer: 14 Minuten
Stichprobe Land:
- Schweiz: 6'191 Befragte